Über Uns

Login

0,00 € *
Blog

Blog

Sharing ist in, Besitz ist out?! – Was Konsumenten von flexiblen Miet- und Abo-Modellen halten

Autorin: Anna Werth | Datum:

Sie können Ihre CDs einfach nicht mehr hören, aber möchten auch kein Geld für Songs ausgeben, die Sie vielleicht nur einmal hören? Sie lieben Filme und Serien, doch Ihr DVD- und BlueRay-Schrank platzt aus allen Nähten? Kein Problem! Durch Streaming-Anbieter wie Spotify und Netflix müssen Musik und Filme nicht mehr gekauft, sondern können ganz einfach gemietet werden. Solche Konzepte erfreuen sich großer Beliebtheit und sind für viele kaum noch aus ihrem Alltag wegzudenken. Das Prinzip „Mieten statt Kaufen“ überträgt sich nun auch auf andere Branchen: Sie haben kein Auto, da es sich in einer Großstadt einfach nicht lohnt, aber wollen den schweren Einkauf heute nicht zu Fuß nach Hause tragen? Carsharing-Anbieter wie Drive Now oder Car2Go schaffen Abhilfe. Media Markt und Otto bieten Smartphones, Smart-TVs & Co. zum Leihen an, damit Kunden immer das neuste Modell zur Verfügung haben. Auch flexible Abo-Modelle wie HelloFresh oder Glossybox werden immer bekannter. Dank ihnen müssen Kunden nicht mehr selbst an den Einkauf von regelmäßig benötigten Produkten denken, sondern bekommen diese ganz bequem im Abo nach Hause geschickt.

Doch sind diese Miet- und Abo-Modelle in den Augen von Konsumenten sinnvoll oder nur ein Trend, der schnell wieder von der Bildfläche verschwindet? Und in welchen Branchen ist das Mieten oder Abonnieren überhaupt interessant? Das aktuelle Consumer Barometer von IFH Köln und KPMG hat dieses Thema unter die Lupe genommen und 500 Konsumenten dazu befragt.

Miet-Modelle – Auch für Handelsketten immer interessanter

38 Jahre alt, männlich. Das ist laut aktuellem Consumer Barometer der durchschnittliche Nutzer von flexiblen Miet-Modellen. Von allen Befragten haben zwar bisher nur 17 Prozent entsprechende Angebote genutzt, aber weitere 43 Prozent sind an Miet-Modellen interessiert und können sich die Nutzung zukünftig vorstellen. Ein Potenzial, welches auch Händler wie Otto und Media Markt erkannt haben und auf den „Mieten statt Kaufen“-Zug aufgesprungen sind.  Die beliebteste Branche zum flexiblen Mieten sind aktuell Fahrzeuge: Car- und Bikesharing-Angebote wurden bereits von 68 Prozent der Befragten genutzt, gefolgt von Heimwerken und Garten mit 43 Prozent. In eben diesen Branchen werden weitere Miet-Möglichkeiten auch am meisten gewünscht.

Abo-Modelle-Interessierte wünschen mehr Angebote

Zwar haben bisher nur 13 Prozent der Befragten flexible Abonnements von Verbrauchsgütern wie Rasierklingen oder Tierfutter genutzt, doch sind diese Angebote für etwa ein Drittel zukünftig interessant. Die bislang relevantesten Branchen sind Hobby & Freizeit, Kosmetik & Beauty sowie Lebensmittel: Jeder dritte Befragte hat bereits Produkte aus diesen Bereichen abonniert. Jeweils rund 61 Prozent der Nutzer und der Interessenten von Abo-Modellen wünschen sich zukünftig mehr Produkte im flexiblen Abo. Interesse zeigen die Konsumenten hier vor allem an Haushaltswaren wie etwa Wasch- oder Putzmitteln. Die Skeptiker, die sich auch in Zukunft nicht vorstellen können Abo-Modelle zu nutzen, sind mit 55 Prozent unter den Befragten vertreten. Sie sind im Durchschnitt 47 Jahre alt und stehen auch dem Streamen von Musik und Film mehrheitlich kritisch gegenüber.

Teilen statt besitzen – Ein neuer Trend?

Die Ergebnisse des Consumer Barometers zeigen erkennbares Interesse der Konsumenten an Miet- und flexiblen Abo-Modellen. Geht der Trend also vollständig weg vom eigenen Besitz? Kurzfristig wohl nicht. Denn nur jeder vierte Befragte schätzt den Besitz von Produkten zukünftig unwichtiger ein. Insbesondere ältere Konsumenten erachten den eigenen Besitz auch in Zukunft als relevant.

Das Potenzial dieser Modelle zeigt sich aber besonders bei der Zielgruppe der 20- bis 29-Jährigen: Mehr als jeder zweite von diesen wünscht sich eine Zunahme der Angebote im Bereich Mieten und Abonnieren. Auf längere Sicht werden Miet- und Abo-Modelle somit eine zusätzliche Option darstellen, um Kunden bedarfsgerecht Produkte und Dienstleistungen zu offerieren. Hersteller und Handel sollten diese Möglichkeit der Kundenzentrierung für ihre Produktpalette prüfen.

Sie wollen mehr erfahren?

Welche Kriterien bei Miet- und Abo-Modellen wichtig sind und welche Branchen Potenzial haben, zeigt Ihnen das aktuelle Consumer Barometer. Laden Sie sich hier die gesamten Ergebnisse herunter: www.kpmg.de/consumerbarometer

Neuen Kommentar schreiben

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder. Kommentarrichtlinien
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.

Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachstehende Textfeld ein.