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Multi-Channel-Vertrieb 2020 – Die Zukunft hat schon begonnen

Autor: Hansjürgen Heinick | Datum:

Der Online-Umsatz der Multi-Channel-Retailer betrug 2014 rund 15 Milliarden Euro, was einem Anteil von 35,7 Prozent am gesamten Online-Handel entspricht. Das zeigt der aktuelle „Branchenreport Online-Handel“ des IFH Köln. Enthalten sind die Online-Umsätze von Internet-Pure-Playern, Versendern und Herstellern, welche zusätzlich stationäre Geschäfte betreiben – also z. B. Cyberport, Notebooksbilliger, Bonprix, Mytoys, Esprit oder Apple – sowie die Online-Umsätze der stationären Händler in den eigenen Online-Shops.*

Der Gesamtumsatz der Multi-Channel-Anbieter Online und Offline dürfte schätzungsweise bei rund 90 bis 100 Milliarden Euro liegen, also bei rund 20 Prozent des Einzelhandelsumsatzes in Deutschland.

Das bedeutet: Selbst in der vergleichsweise engen Abgrenzung hat Multi-Channel-Retailing mit mehr als einem Drittel Anteil am Online-Handels-Umsatz bereits heute eine enorme Bedeutung. Gerade diese Betrachtung zeigt eindeutig die hohe Relevanz zunehmender Online-Offline-Vernetzung auch für die Zukunft.

Die steigende Vielzahl von Cross-Channel-Angeboten trägt bereits Früchte, zunächst vor allem zugunsten der stationären Händler mit eigenem Online-Vertrieb. Alleine in der Trendlinie wird sich der Multi-Channel-Umsatz nach IFH-Berechnungen bis 2020 auf rund 31 Milliarden Euro mehr als verdoppeln und auf rund 42 Prozent Anteil am Online-Handel ansteigen.

Sie sind an weiteren Zahlen zum Markt interessiert? Der „IFH-Branchenreport Online Handel“, Jahrgang 2015, stellt die wesentlichen Branchenzahlen auf Warengruppen- und Distributionsebene dar. Dabei können die einzelnen Warengruppen auch gesondert erworben werden. Gerne bieten wir auch Vorträge und Workshops zu dem Thema an. Interesse? Sprechen Sie uns an! 

* Abgrenzung Multi-Channel-Anbieter:

Multi-Channel-Anbieter sind solche Anbieter, welche Produkte (Konsumgüter) in einem eigenen Online-Shop und eigenen stationären Geschäften vertreiben. Zu den „eigenen“ stationären Geschäften zählen auch sog. im Franchise betriebene Partner-Stores.

Nicht dazu zählt demnach …

  • das Angebot auf Marktplätzen oder
  • das Wholesale-Angebot von Markenherstellern, also das Angebot von Herstellermarken bei einem stationären Multilabel-Händler oder einem Multilabel-Anbieter im Online-Handel.

In dieser Abgrenzung geht es bei dem Begriff „Multi-Channel“ grundsätzlich vor allem um die Unterscheidung nach den Kanälen (Channels) „Online“ vs. „Offline“. Dabei ist „Offline“ gleichbedeutend mit „stationärem Kundenzugang“ bzw. dem Vorhandensein mindestens eines stationären Ladenlokals.

Da es in der Weiterentwicklung hin zum Cross-Channel-Retailing und Omni-Channel-Retailing um die Verzahnung der Kanäle in der Kundenbeziehung geht, stehen entsprechend solche Anbieter im Vordergrund, welche eine direkte Kundenbeziehung ermöglichen, also über einen Online-Shop und eine eigene stationäre Präsenz verfügen. Die direkte Kundenbeziehung ist i. d. R. über Marktplätze oder im Wholesale nicht möglich.