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Möbelmarkt: Fachhandel dank Küchenspezialisten weiterhin stark

Autor: Uwe Krüger | Datum:

Im Möbelmarkt können die Fachhändler – also der kleinbetriebliche Möbelfachhandel, die Möbelfilialisten und die Küchenspezialisten – ihren Marktanteil 2017 zusammen auf knapp 78 Prozent verbessern. Diese positive Entwicklung ist den Küchenspezialisten zu verdanken, die als einziger Fachhandelskanal absolut im Plus liegen und ihren Umsatz im vergangenen Jahr auf 2,71 Milliarden Euro steigern können. Das zeigt der neue „Branchenfokus Möbel 2018“ von IFH Köln und BBE Handelsberatung. Andere Fachhandelsformate, wie der kleinbetriebliche Möbelhandel und die Möbelfilialisten, verbuchen hingegen Umsatzeinbußen.

Von allen im Möbelmarkt aktiven Vertriebsformaten kann der Distanzhandel 2017 das größte Wachstum generieren und so ebenfalls Marktanteile gewinnen. Insbesondere die Internet-Pure-Player legen mit einem zweistelligen Umsatzplus deutlich zu. Aber auch klassische Versender verzeichnen eine positive Entwicklung und steigern ihren Anteil am Möbelmarkt um vier Prozent.

2017ner Ergebnis liegt im langfristigen Trend

Ein Blick auf die langfristige Entwicklung ausgewählter Vertriebsformate seit 2005 zeigt ein ähnliches Bild wie 2017. So ist der Onlinevertrieb seit Jahren auf Erfolgskurs. Eine ähnlich positive Entwicklung ist bei den Küchenspezialisten erkennbar, die ihren Umsatz seit 2005 um 57,9 Prozent gesteigert haben. Auffallend ist hierbei allerdings, dass der Aufstiegstrend zwischen 2016 und 2017 abflacht. Mögliche Gründe hierfür sind die angeschlagene Verfassung des Einbauküchenmarktes sowie die Konkurrenz durch die Angebote des Distanzhandels.

Trendwende im Gesamtmarkt

Insgesamt vollzieht sich 2017 eine Wende in der Möbelbranche. So sinkt das Gesamtmarktvolumen für den Möbelmarkt 2017 – ohne Berücksichtigung der Elektroeinbaugeräte inklusive Küchenzubehör – im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent auf 20,2 Milliarden Euro. Damit stockt das Wachstum der Branche erstmals seit vier Jahren. Prognosen zufolge wird diese Trendwende auch das künftige Bild bestimmen. So ist davon auszugehen, dass der Umsatz mit Sofas, Schränken und Co. auch in den kommenden Jahren leicht sinkt. 

Umsatzverluste in fast allen Warengruppen

Die gedrehte Stimmung in der Möbelbranche spiegelt sich auch in den einzelnen Warengruppen wider. Von acht Teilmärkten können 2017 lediglich die Kleinmöbel ihren Umsatz leicht steigern (+ 1 %). Alle anderen Segmente, darunter beispielsweise Garten- oder Wohnzimmermöbel, verbuchen 2017 ein Minus in der Umsatzentwicklung. Den größten Umsatz büßen Küchenmöbel ein (- 4,7 %).

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