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Konsumenten haben kein Vertrauen in datenbasierte Dienste – Was Händler tun können

Autor: Michael Mertens | Datum:

Große Konzerne wie Google, Amazon und Facebook haben sich in den vergangenen Wochen mit dem Abhören der Sprachassistenten wie Alexa, Siri und Co. klar ins Abseits geschossen. Mitarbeiter hörten Nutzeraufnahmen ab und tippten diese ab, um die Dienste sukzessive zu optimieren – ohne Aufklärung und Einverständnis der Nutzer.

Das ECC Köln hat gemeinsam mit der Otto Group in der Studie „Handel mit der Zukunft“ u. a. untersucht, wie Konsumenten mit der Datenthematik umgehen, und welche Vertrauensbarrieren bestehen.

Die ständige Angst vor Datenmissbrauch

Dass die Datenskandale Auswirkungen auf die Konsumenten haben wird in der Studie deutlich. Über die Hälfte aller Konsumenten haben im allgemeinen Angst vor dem Missbrauch persönlicher Daten. Diese Angst wird insbesondere von der kürzlichen Berichterstattung über Datenleaks befeuert (47 Prozent) – Konsumenten sind sensibler mit der Weitergabe der Daten. 35 Prozent gaben auch an, dass sich das Vertrauen in datenbasierte Dienste und Anwendungen in den letzten Monaten zum Negativen entwickelt hat.

GAFA hat’s vermasselt – Chance für deutsche Unternehmen

Die Auswirkungen der Datenskandale der amerikanischen GAFA-Unternehmen (Google, Amazon, Facebook und Apple) spiegelt sich auch im Vertrauen in ausländische Unternehmen wider. Während deutsche Unternehmen bei einer Skala von 0 (überhaupt nicht vertrauenswürdig) bis 100 (voll vertrauenswürdig) mit durchschnittlich 59 Punkten bewertet wurden, sind es bei amerikanischen Unternehmen lediglich 29 Punkte. Deutsche Unternehmen sollten diesen Vertrauensvorsprung sinnvoll für sich nutzen.

Händler sollten Transparenz schaffen, damit Konsumenten wissen, wem und vor allem welche Daten für welchen Zweck freigegeben wurden. Denn immerhin 68 Prozent haben das Gefühl nicht kontrollieren zu können, was mit ihren Daten geschieht bzw. 62 Prozent finden, dass sich nicht transparent genug über die Verwendung ihrer Daten durch Unternehmen informiert werden. Ziel muss es sein, dass Konsumenten ganz einfach ihre Daten und Freigaben verwalten können – ohne Hintertürchen oder versteckte Klauseln in den AGBs.

Die Vertrauensthematik ist allerdings nur eine Stellschraube, die Händler in Bezug auf datenbasierte Dienste beachten sollten. Denn die Meinung der Konsumenten weicht häufig von ihrem tatsächlichen Verhalten und ihrem Bewusstsein ab. Auch generationsübergreifend gibt es deutliche Unterschiede. Lesen Sie mehr dazu im ersten Blogartikel oder erhalten Sie weitere Insights in der Studie „Handel mit der Zukunft“.

Die Studie

Die Studie „Handel mit der Zukunft“ des ECC Köln und der Otto Group nimmt die Digitalisierung der Gesellschaft, digitale Technologien und im Speziellen den Umgang mit Daten und Datenfreigaben in den Blick und analysiert, unter welchen Voraussetzungen sich digitale Angebote auf Konsumentenseite etablieren. Hierfür wurden im Januar 2019 zwei Fokusgruppen und fünf Tiefeninterviews mit Personen im Alter von 18 bis 49 Jahre an zwei Standorten in Deutschland durchgeführt sowie im März 2019 2.000 Internetnutzer im Alter von 18-69 Jahren befragt.

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