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Digitalisierung: Angriff auf den Independent Aftermarket

Dr. Ralf Deckers Gero Becker | Datum:

Wie zukunftsfähige Geschäftsmodelle im Autoteilehandel aussehen

Nachdem die Digitalisierung den Einzelhandel bereits nachhaltig verändert hat, schwappt die Digitalisierungswelle – mit all ihren Konsequenzen – nun auch mit voller Wucht in den B2B-Bereich. Eine der Branchen, die aufgrund der hohen Produkt- standardisierung, der starken Preis- sensitivität und der mangelnden Transparenz ganz vorne mitschwimmt, wenn es um die (drohenden) Auswirkungen von Marktveränderungen geht, ist der Independent Aftermarket.

Während sich die Branchenakteure – wie in den meisten anderen mehrstufigen Vertriebswegen – in den vergangenen Jahrzehnten in einer gewissen Komfortzone eingerichtet haben, droht das bestehende Gleichgewicht nun durch grundlegende Veränderungen ins Wanken gebracht zu werden.

Wettbewerbliche Veränderungen drohen dabei aus den verschiedensten Richtungen:

  • Von innen heraus: Starke Konsolidierungstendenzen sind im Gange und bringen einerseits bestehende Machtstrukturen ins Wanken und machen es insbesondere für die kleineren Marktakteure extrem schwer.
  • Durch „neue“, digitale Wettbewerber: Seit einigen Jahren bereits drängen gerade auch in den Autoteilhandel digitale Pure Player, die in der Lage sind, mit digitaler DNA und schlankerer Kostenstrukturen für Wirbel und gesteigerten Wettbewerb zu sorgen.
  • Von Seiten der Hersteller: Einerseits der (potenzielle) Direktvertrieb der Teilehersteller aber andererseits insbesondere auch der – altbekannte – Wettbewerb mit den Fahrzeughersteller selbst erhält durch die Digitalisierung einen Katalysator. Mit Mercedes me, Volkswagen-we, BMW Cardata und Co. setzen die Fahrzeughersteller ihren Ankerpunkt ganz vorne in der Wertschöpfungskette und schneiden damit Aftermarket-Strukturen ab.
  • Kundenseitig: Die bestehende Kundschaft wird – wie in allen Branchen – anspruchsvoller und erhält im Rahmen wachsender (digitaler) Möglichkeiten eine gesteigerte Verhandlungsmacht.
  • Durch neue (plattformbasierte) Geschäftsmodelle: Auch und gerade im Independent Aftermarket ist das Disruptionsrisiko für klassische Handelsmodelle durch substituierende Geschäftsmodelle omnipräsent. Ob es die Plattformen der Autohersteller, digitale Plattformen von Drittanbietern (Versicherungen etc.) oder branchenfremde Marktplätze (Amazon, Ebay und Co.) sind: Alle Genannten vereint die Tatsache, dass sie die bestehende Wertschöpfungskette neu ordnen und damit den bestehenden Vertriebsweg zu disruptieren vermögen.

Wie sehen zukunftsfähige Geschäftsmodelle im Autoteilehandel aus?

Auch für den freien Kfz-Teile-Großhandel bedeutet das, dass sich die Halbwertszeit der bestehenden Geschäftsmodelle verkürzt und neue Geschäftsmodelle im Großhandel gefragt sind. In Zusammenarbeit mit dem Gesamtverband Autoteile-Handel e.V. (GVA) und auf Basis einer Befragung von knapp 100 Branchenakteuren aus Handel und Industrie haben wir die Chancen und Herausforderungen der Branche in einem Poster „9 Thesen zu zukunftsfähigen Geschäftsmodellen im Autoteilehandel“ zusammengefasst.

Jetzt kostenfrei herunterladen:

 

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