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Deutsche lieben elektronische Musik- und Blasinstrumente

Autor: Uwe Krüger | Datum:
Mann spielt Trompete | Branchenfokus Musikinstrumente 2018/2019

© Priscilla Du Preez/Unsplash

Musik hat in Deutschland einen hohen Stellenwert. Das belegen auch die neuen IFH-Zahlen zum Markt für Musikinstrumente. Ersten Hochrechnungen zur Folge erreicht der Gesamtmarkt in Deutschland 2018 ein Volumen von 1,1 Milliarden Euro. Getrieben wurde das erneute Wachstum nicht etwa durch den Zuwachs an neuen Musikern, sondern u. a. von der Spielintensität und -häufigkeit, wie der aktuelle „Branchenfokus Musikinstrumente 2018/2019“ des IFH Köln in Zusammenarbeit mit der BBE Handelsberatung zeigt.

Der hohe Stellenwert von Musik in der frühkindlichen Förderung und als gesellschaftliche Begegnungsstätte zeigt sich außerdem in der gestiegenen Bedeutung von Musikschulen. Das Interesse am Musikunterricht steigt altersgruppenübergreifend und somit die potenzielle Zahl an Abnehmern für Musikinstrumente. So besuchten 2017 laut Verband der Musikschulen (VdM) 8,9 Prozent mehr Schüler und -innen eine Musikschule als noch im Jahr 2014.

Blasinstrumente erleben eine kleine Renaissance    

Im Vergleich zu 2016 haben sich Blasinstrumente wieder zum Kassenschlager aufgeschwungen. Der Markt entwickelte sich erneut positiv. Streich- und Zupfinstrumente verloren hingegen. Besonders beliebt sind außerdem nach wie vor elektronische Musikinstrumente. Nachfrageförderlich sind hier die geringen Einstiegshürden: Einerseits gibt es elektronische Musikinstrumente in allen Preiskategorien, andererseits ist das Erlernen eines solchen Instruments dank (digitaler) Unterstützung vergleichsweise einfach.

Vertrieb: Umsatzgewinn vor allem für Internet-Pure-Player

Der Musikfachhandel punktet nach wie vor mit Service und Fachkompetenz, insbesondere bei kostspieligen und komplexen Instrumenten, hat aber seit Jahren mit sinkenden Marktanteilen zu kämpfen. Die Umsatzsteigerungen fielen im Vergleich zu anderen Vertriebswegen nur moderat aus. Aber: Noch kann sich der Fachhandel weiterhin mit mehr als zwei Drittel Anteil am Gesamtmarkt behaupten.

Die größten Gewinner sind die Internet-Pure-Player. Sie konnten 2017 ein leichtes Plus erwirtschaften. Gegenüber anderen Branchen fallen die Wachstumsraten jedoch eher mäßig aus. Das liegt vor allem daran, dass im Musikmarkt noch kein absoluter Branchenprimus – wie etwa Zalando im Fashionbereich – umtreibt. Aktuell trauen die IFH-Experten vor allem Amazon zu, dies zu ändern. Sollte das Unternehmen in naher Zukunft verstärkt im Markt aktiv werden, könnten online wesentlich höhere Wachstumsraten erwartet werden.

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