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29. April 2026

Künstliche Intelligenz ist im B2B angekommen. Nicht als Buzzword, sondern als reales Werkzeug mit messbarem Nutzen. Das aktuelle B2BEST Barometer von ECC KÖLN und synaigy zeigt: Die strategische Bedeutung von KI wird von den meisten B2B-Unternehmen klar erkannt, die Investitionen steigen deutlich – und trotzdem bleibt die Umsetzung eine der größten Herausforderungen.

KI ist heute relevant – und wird für viele Unternehmen wichtiger

Die 200 befragten Großhandel- und Herstellerunternehmen stufen KI bereits heute als wichtigen Faktor für das eigene Geschäft ein. Der Blick nach vorn ist noch eindeutiger: Für die kommenden fünf Jahre gehen rund 85 Prozent der Befragten davon aus, dass KI für ihren Unternehmenserfolg wichtig sein wird. Was besonders auffällt: KI wird zunehmend nicht nur als technologische Spielerei gesehen, sondern als Antwort auf ganz konkrete Herausforderungen im Tagesgeschäft.

Auch die Investitionsbereitschaft in KI-Lösungen ist eindeutig. 85 Prozent der befragten B2B-Unternehmen geben an, dass ihre Investitionen im kommenden Jahr steigen oder sogar deutlich steigen werden.

Automatisierung, Tempo, Qualität: Wo Unternehmen den größten Mehrwert sehen

Die größten Potenziale sehen die befragten Hersteller und Großhändler klar in der Automatisierung und Vereinfachung von Prozessen. KI hilft dort, wo bisher manuelle, zeitintensive oder fehleranfällige Abläufe dominierten.

  • 78 Prozent sagen, dass KI ihre Fähigkeit verbessert, Kundenanfragen schneller und qualitativ hochwertiger zu beantworten.
  • 77 Prozent sehen durch KI eine präzisere und verlässlichere Entscheidungsfindung in ihren Abläufen.

Gerade im B2B mit komplexen Produkten, individuellen Angeboten und hohem Beratungsbedarf ist das ein entscheidender Hebel – für Effizienz genauso wie für Kundenzufriedenheit. Hinzu kommt, dass KI nicht nur effizienter wirkt, sondern auch neue Perspektiven eröffnet. 74 Prozent der Befragten sehen in KI die Chance, zusätzliche Umsätze zu generieren – etwa durch datenbasierte Produkte, Services oder neue Angebotsmodelle.

Die bekannte Kehrseite: Erkenntnis trifft auf Umsetzungshürden

So eindeutig die Potenziale sind, so konstant bleiben die Herausforderungen.
Wie schon vor zwei Jahren nennen die Unternehmen vor allem die Integration in bestehende Systeme (44 %) als größte Hürde. Veraltete, gewachsene IT-Landschaften bremsen die Skalierung von KI-Anwendungen – weniger die Technologie selbst. Hinzu kommen bekannte Themen wie Datenqualität, fehlendes Know-how und mangelnde Ressourcen. Auffällig ist außerdem: Nur wenige der Unternehmen messen den Erfolg ihrer KI-Anwendungen regelmäßig und systematisch. Viele investieren also, ohne genau zu wissen, ob – und wo – sich der Einsatz rechnet.

Regulierung rückt näher: EU AI Act als zusätzlicher Faktor

Spätestens mit dem EU AI Act, der ab August 2026 vollständig gilt, wird KI auch zu einem Governance-Thema. Die Studie zeigt: Die Mehrheit (56 %) der Unternehmen beobachtet die regulatorischen Entwicklungen, handelt aber noch nicht aktiv. Besonders kleinere Unternehmen sehen aktuell keinen unmittelbaren Handlungsbedarf. Dabei wird klar: Transparenz, Risikomanagement und verantwortungsvoller Einsatz von KI werden in Zukunft keine Option mehr sein, sondern Voraussetzung für skalierbare Anwendungen.

Mehr erfahren

Die kostenlose Management Summary des aktuellen B2BEST Barometer können Sie hier herunterladen.

Die vollständige Studie können Sie hier herunterladen.

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