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DIe EVENTS DES IFH KÖLN
23. November 2020

Die Coronakrise lässt die Relevanz des Botendienstes weiter steigen. Und: Der Botendienst kann ein entscheidender Wettbewerbsvorteil gegenüber Versandapotheken sein. Aber: Aktuelle Geschäftslage und Geschäftserwartungen im Minus.

Mit flächendeckendem Botendienst gegen COVID-19

Der Apothekenkonjukturindex APOkix des IFH KÖLN im November zeigt: Botendienste werden von Vor-Ort-Apotheken in Deutschland flächendeckend angeboten. In Anspruch genommen werden sie über alle Altersgruppen hinweg, besonders beliebt sind sie aber in höheren Altersgruppen. Dementsprechend sind sich 97 Prozent der befragten Apothekeninhaber*innen sicher, dass Botendienste einen wichtigen Beitrag zum Schutz besonders gefährdeter Personengruppen vor SARS-CoV-2 und COVID-19 leisten. Die Befragten sind davon überzeugt, dass Botendienste zur Minimierung des Risikos einer Infektion mit dem Coronavirus beitragen, da Kund*innen Medikamente nicht mehr vor Ort abholen müssen und dementsprechend der Kontakt zu anderen Menschen reduziert werden könne.

APOkix Grafik Blogbeitrag Nutzung der Botendienste in Apotheken

Nach der Coronapandemie: Lokale Botendienste als Wettbewerbsvorteil gegenüber Versandapotheken

Neun von zehn der befragten Apothekeninhaber*innen gehen davon aus, dass vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie, des E-Rezepts und des Versandhandels Botendienste in Zukunft sogar noch häufiger nachgefragt werden als dies aktuell der Fall ist. Vor allem das E-Rezept wird die Nachfrage nach Botendiensten steigern, so 84 Prozent der Apothekeninhaber*innen. Die lokal organisierten Botendienste werden sich dabei nach Ansicht von 59 Prozent der Befragten zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber reinen Versandapotheken entwickeln.

Das Problem der Finanzierung

Trotz aller Euphorie über die Botendienste, stehen viele Apotheken vor der großen Frage der Finanzierung, denn die Kostendeckung der Botendienste ist für viele Vor-Ort-Apotheken bisher unzureichend. Für 91 Prozent der befragten Apothekeninhaber*innen ist ein Botendienstzuschlag in Höhe von 2,50 Euro nicht ausreichend, um die anfallenden Kosten zu decken. Eine dauerhafte Vergütung des Botendienstes wäre ein wichtiger Schritt, um regionale Versorgungsengpässe vorzubeugen, so 96 Prozent der Befragten. Vor allem in dünn besiedelten Gebieten wäre dies ein bedeutender Vorteil, um auch dort Lieferengpässe zu vermeiden.

„Lockdown light“ und Geschäftslage

Der „Lockdown light“ macht sich auch in den Apotheken und ihrer Einschätzung zur aktuellen und zukünftigen Geschäftslage bemerkbar: Der Konjunkturindex für die aktuelle Geschäftslage sinkt im November auf 62,8 Punkte. Dies entspricht einem Minus von 2,9 Punkten gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stellt dies einen deutlichen Rückgang von 36,7 Punkten dar. Auch die zukünftige Geschäftsentwicklung in den kommenden 12 Monaten wird im November negativer als zuvor bewertet und fällt gegenüber dem Vormonat deutlich um 7,2 Punkte auf aktuell 49,4 Punkte. Dies entspricht einem Minus von 12,7 Punkten im Vergleich zum Vorjahresmonat und markiert den tiefsten Wert in den letzten Jahren.

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