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Insbesondere für Apothekeninhaber:innen ist der bürokratische Aufwand in ihren Apotheken enorm. Er belastet die Kundenberatung, wirkt als Stressfaktor im Apothekenalltag und lässt den Ruf nach Bürokratieabbau laut werden. Die Konjunkturindizes zur Geschäftslage und -entwicklung sinken den zweiten Monat in Folge.

Bereits in der Jahresendbefragung 2021 des Apothekenkonjunkturindex APOkix wurde deutlich, dass der Bürokratieabbau eines der Topthemen im Apothekenjahr 2022 sein wird. Ein Grund, das Thema in der Februarausgabe des APOkix aufzugreifen. Und wieder sind sich die befragten Apothekeninhaber:innen einig: In den letzten fünf Jahren hat der bürokratische Aufwand in den Apotheken stark zugenommen (97 %). Dies zeigt sich auch beim Blick auf die Arbeitszeit, die in Apotheken auf bürokratische Tätigkeiten entfällt. Am stärksten betroffen sind hierbei die Apothekeninhaber:innen: 59 Prozent von ihnen beschäftigen sich durchschnittlich mindestens drei Stunden pro Arbeitstag mit bürokratischen Aufgaben, 38 Prozent sogar über vier Stunden. Doch nicht nur Inhaber:innen sehen sich einer hohen Belastung durch bürokratische Tätigkeiten ausgesetzt, sondern das gesamte Apothekenteam: Die große Mehrheit der angestellten Approbierten, PTAs und PKAs widmet sich im Durchschnitt täglich mindestens ein bis zwei Stunden Bürokratiethemen.

Wenig Verständnis für Bürokratie im Apothekenalltag – Bürokratieabbau gefordert

Die große Mehrheit der Befragten (94 %) empfindet den bürokratischen Aufwand im Apothekenalltag als unangemessen. So kritisieren ebenfalls 94 Prozent der Apothekeninhaber:innen, dass die Bürokratie im Apothekenalltag die Kundenberatung in ihrer Apotheke belaste. Und für 90 Prozent ist das Thema Bürokratie der größte Stressfaktor in der Apotheke – 86 Prozent bezeichnen dies sogar als das größte Ärgernis des Apothekerberufs. Entsprechend laut ist der Ruf nach dem Abbau von Bürokratie im Apothekenalltag. Die Bereiche, in denen Bürokratieabbau notwendig ist, sind laut Apothekeninhaber:innen vielfältig. Im Vordergrund stehen ihren Angaben zufolge der Bürokratieabbau im Kontext von „Hilfsmittelversorgung/Präqualifizierung“, „Dokumentationspflichten“, „Qualitätsmanagement“ und „Retaxationen“.

Konjunkturindizes sinken erneut

Wie im Januar sinken die Konjunkturindizes zur aktuellen Geschäftslage und -entwicklung auch im Februar. Der Konjunkturindex zur aktuellen Geschäftslage sinkt um 5,0 Punkte und liegt nun bei 106,3 Punkten. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet er dennoch ein Plus von 30,7 Punkten. Auch der Konjunkturindex für die erwartete Geschäftsentwicklung in den kommenden 12 Monaten sinkt in diesem Monat: Mit einem Minus von 3,9 Punkten liegt er im Februar bei 67,4 Punkten. Verglichen mit Februar 2021 entspricht dies einem Plus von 9,4 Punkten.

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Grafik APOkix Februar 2022: Bürokratieaufwand in Apotheken

Daten und Grafiken aus dieser Pressemitteilung dürfen nur im Rahmen journalistischer oder redaktioneller Zwecke genutzt werden. Die werbliche und kommerzielle Nutzung sowie Aufbereitung für eine vertragsbasierte Weitervermarktung sind untersagt. Dies gilt insbesondere für Statistikportale.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick:

  • 97 Prozent geben an, dass der bürokratische Aufwand in ihrer Apotheke in den letzten fünf Jahren stark zugenommen hat.
  • 59 Prozent der Apothekeninhaber:innen beschäftigen sich im Durchschnitt drei oder mehr Stunden am Tag mit bürokratischen Tätigkeiten.
  • 94 Prozent empfinden den bürokratischen Aufwand im Apothekenalltag als unangemessen.
  • 94 Prozent der Apothekeninhaber:innen bemängeln, dass die Bürokratie im Apothekenalltag die Kundenberatung in ihrer Apotheke belaste.
  • Für 90 Prozent ist der bürokratische Aufwand der größte Stressfaktor in der Apotheke.
  • 86 Prozent bezeichnen die Bürokratie als größtes Ärgernis in ihrem Beruf.
  • Der Konjunkturindex für die aktuelle Geschäftslage sinkt im Februar auf 106,3 Punkte.
  • Der Konjunkturindex für die erwartete Geschäftsentwicklung in den kommenden 12 Monaten sinkt im Februar auf 67,4 Punkte.

Über den APOkix

Der Apothekenkonjunkturindex APOkix des IFH KÖLN ist das Stimmungsbarometer im deutschen Apothekenmarkt. In den monatlichen Onlinebefragungen werden Apothekeninhaber:innen zur Einschätzung ihrer aktuellen und erwarteten Umsatzlage befragt. In monatlich wechselnden Zusatzfragen werden zudem aktuelle Marktthemen beleuchtet. Für den APOkix im Februar wurden im Zeitraum vom 07.02.2022 bis zum 21.02.2022 insgesamt 144 Apothekeninhaber:innen online befragt. Die APOkix-Teilnehmer:innen stammen aus dem gesamten Bundesgebiet und repräsentieren sowohl größere als auch kleinere Apotheken, wie auch Apotheken in städtischen und ländlichen Gebieten. Die Zusatzfrage in diesem Monat beschäftigte sich mit dem Wunsch nach Bürokratieabbau in Apotheken. Der APOkix wird unterstützt von der NOWEDA eG Apothekergenossenschaft und dem Deutschen Apotheker Verlag.

Die aktuellen APOkix-Ergebnisse können im IFH Shop kostenfrei heruntergeladen werden.

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