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Apotheken sind gut auf die Pollen- und Allergiesaison 2021 vorbereitet, doch die Nachfrage ist bislang stark unterdurchschnittlich. Aus Apothekersicht sind dafür vor allem zwei Gründe maßgeblich: Kund:innen decken ihren Bedarf vermehrt online und die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie führen zu einer insgesamt sinkenden Nachfrage. Die Konjunkturindizes zur Geschäftslage und -erwartung bleiben weitestgehend stabil.

Der Apothekenkonjunkturindex APOkix zeigt in seiner Aprilausgabe: Apotheken in Deutschland sind gut auf die Pollen- und Allergiesaison vorbereitet. So halten nahezu alle Apotheken (99 %) ganzjährig einen ausreichenden Bestand an Antiallergika im Bereich Pollenallergie bereit. Doch werden die entsprechenden Präparate in diesem Jahr von den Apothekenkundinnen und -kunden bislang deutlich seltener nachgefragt als im Vorjahr. So verzeichnen 60 Prozent der im APOkix erfassten Apotheken bisher eine unterdurchschnittliche, die Hälfte davon sogar eine stark unterdurchschnittliche Nachfrage. Gut ein Drittel (36 %) der befragten Apothekeninhaberinnen und -inhaber berichtet von einer durchschnittlichen Nachfrageentwicklung; drei Prozent geben an, dass sich die Nachfrage nach Produkten zum Thema „Pollen- und Allergiesaison“ in diesem Jahr leicht überdurchschnittlich darstellt.

Maßnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie führen zu Nachfragerückgang

20 Prozent der befragten Apothekeninhaber:innen geben an, dass vermehrt Kundinnen und Kunden ihre Apotheken besuchen, um sich über die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus für Allergiker:innen zu informieren. Gleichzeitig sind drei Viertel (76 %) der Befragten der Meinung, dass aufgrund der Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie (wie beispielsweise dem Tragen von OP- oder FFP2-Masken) derzeit weniger Kundinnen und Kunden mit Pollen- bzw. Allergieproblemen ihre Apotheken aufsuchen.

Bedarf wird zunehmend im Internet gedeckt

Auch das Internet hat für Pollenallergiker:innen eine hohe Bedeutung: Gut zwei Drittel (69 %) der im APOkix befragten Apothekeninhaber:innen haben den Eindruck, dass diese ihren Bedarf an Medikamenten immer häufiger im Internet und nicht in der Apotheke vor Ort decken. Außerdem beobachtet mehr als die Hälfte (56 %) der Befragten, dass die Kundschaft durch Onlinerecherchen heutzutage besser über Therapiemöglichkeiten und Medikamente informiert ist als noch vor einigen Jahren.

Konjunkturindizes weitestgehend stabil

Der Konjunkturindex für die aktuelle Geschäftslage steigt im April erstmals seit Dezember 2020 wieder leicht an (+ 3,0 Punkte) und liegt nun bei 73,6 Punkten. Gegenüber dem Vorjahresmonat bedeutet dies ein Minus von 25,4 Punkten. Der Konjunkturindex für die erwartete Geschäftsentwicklung in den kommenden 12 Monaten ist im April leicht gesunken (- 1,7 Punkte). Er liegt nun bei 49,1 Punkten und damit 2,4 Punkte niedriger als im April 2020.

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Daten und Grafiken aus dieser Pressemitteilung dürfen nur im Rahmen journalistischer oder redaktioneller Zwecke genutzt werden. Die werbliche und kommerzielle Nutzung sowie Aufbereitung für eine vertragsbasierte Weitervermarktung sind untersagt. Dies gilt insbesondere für Statistikportale.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick:

  • 60 Prozent geben an, dass sich die Nachfrage nach Produkten zur Pollen- und Allergiesaison bislang unterdurchschnittlich darstellt.
  • 76 Prozent sind der Meinung, dass aufgrund der Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie weniger Kund:innen in die Apotheke kommen, die Probleme mit Pollen oder Allergien haben.
  • 69 Prozent der Befragten haben den Eindruck, dass Pollenallergiker:innen ihren Medikamentenbedarf vermehrt online decken.
  • Der Konjunkturindex für die aktuelle Geschäftslage steigt im April auf 73,6 Punkte.
  • Der Konjunkturindex für die erwartete Geschäftslage in den kommenden 12 Monaten sinkt im April auf 49,1 Punkte.

 

Über den APOkix

Der Apothekenkonjunkturindex APOkix des IFH KÖLN ist das Stimmungsbarometer im deutschen Apothekenmarkt. In den monatlichen Onlinebefragungen werden Apothekeninhaber:innen zur Einschätzung ihrer aktuellen und erwarteten Umsatzlage befragt. In monatlich wechselnden Zusatzfragen werden zudem aktuelle Marktthemen beleuchtet. Für den APOkix im April wurden im Zeitraum vom 29.03.2021 bis zum 19.04.2021 155 Apothekeninhaber:innen online befragt. Die APOkix-Teilnehmer:innen stammen aus dem gesamten Bundesgebiet und repräsentieren sowohl größere als auch kleinere Apotheken, wie auch Apotheken in städtischen und ländlichen Gebieten. Die Zusatzfrage in diesem Monat beschäftigte sich mit der Pollen- und Allergiesaison während der Coronapandemie. Der APOkix wird unterstützt von der NOWEDA eG Apothekergenossenschaft und dem Deutschen Apotheker Verlag.

Die aktuellen APOkix-Ergebnisse können im IFH Shop kostenfrei heruntergeladen werden.

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