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10. Januar 2022

Obwohl sie eine wichtige Funktion im Kampf gegen das Coronavirus sind, hat die Pandemie auch Apotheken Anfang 2020 schwer getroffen. Das zeigt der APOkix – das Stimmungsbarometer für die wirtschaftliche Entwicklung im deutschen Apothekenmarkt. Die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage sank kontinuierlich und erreichte im März 2021 mit 70,6 Punkten den tiefsten Punkt seit 2012. Auch die Erwartungen an die zukünftige Geschäftsentwicklung lagen während des harten Lockdowns zwischen November 2020 und April 2021 auf einem Allzeittief: Mit 49,1 Punkten erreichte die Erwartung an die Geschäftsentwicklung in den kommenden 12 Monaten im April 2021 ihren niedrigsten Wert seit Beginn des Apothekenkonjunkturindexes im Jahr 2010.
In Verbindung mit den Lockerungen ab Mai 2021 hatten auch die befragten Apotheken wieder Hoffnung: Sowohl der Konjunkturindex für die aktuelle Geschäftslage als auch jener der zukünftigen Erwartungen stiegen kontinuierlich an. Im November 2021 erreichte der Index der aktuellen Geschäftslage mit 130,5 Punkten sogar den höchsten Wert seit 2013. Auch die Kundenfrequenz in den Apotheken konnte sich ab Mitte des Jahres deutlich erholen und ist seither kontinuierlich gestiegen.

Deutsche Apotheken und das Coronavirus

Seit eineinhalb Jahre spielen Apotheken im Kampf gegen das Coronavirus eine wichtige Rolle und sind bei Bürgerinnen und Bürgern Anlaufstelle Nummer eins, um Fragen rund um das Virus sowie etwaige Schutzmaßnahmen zu klären.. Außerdem leisten Apotheken einen wichtigen Beitrag bei der Ausstellung von digitalen Impf- bzw. Genensenzertifikaten und führen kostenfreie Schnelltests durch. Zukünftig wird das Thema Corona zwar immer noch eine große Rolle im Apothekenalltag spielen, jedoch gehen nur für 15 Prozent der befragten Apothekeninhaber:innen davon aus, dass Beratung und Service in Bezug auf das Thema Coronavirus weiterhin Topthemen sein werden. Nur 5 Prozent sind der Meinung, dass Corona-Schutzimpfungen in Apotheken im kommenden Jahr durchgeführt werden.

Ausblick 2022: Weniger Bürokratie, mehr E-Rezept

Die Topthemen für 2022 sind klar: Ein Abbau der Bürokratie im Apothekenalltag ist notwendig, um Prozesse agiler und effizienter zu gestalten. Außerdem wird auch das E-Rezept weiterhin ein zentrales Thema im neuen Jahr bleiben: Wird die Einführung noch dieses Jahr stattfinden oder wird es zu weiteren Verzögerungen kommen? Damit verbunden sind auch die dafür benötigten technischen Voraussetzungen in Apotheken, um die sich Apothekeninhaber:innen in diesem Jahr vermehrt bemühen müssen.
Auch Lieferengpässe sind weiterhin präsent. So hatten Apotheken im letzten Jahr vermehrt mit Verzögerungen von Arzneimittellieferungen zu kämpfen, welche es im neuen Jahr zu vermeiden gilt.

Der Blick nach vorne zeigt: Es bleibt ungewiss und es heißt abwarten. Die Coronapandemie trügt auch weiterhin die Aussichten auf ein erfolgreicheres Jahr 2022. Nur 24 Prozent der befragten Apothekeninhaber:innen schauen positiv auf das neue Jahr. Fast die Hälfte (49 %) sind weder positiv noch negativ eingestellt. Es wird sich somit zeigen, inwiefern die erwarteten Topthemen 2022 Relevanz finden und wie Apotheken weiterhin während der Coronapandemie agieren und auf neue Herausforderungen und Themen reagieren.  

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