Über die Hälfte der Deutschen vertraut dem LEH - trotz Verdacht illegaler Preisabsprachen
25.01.2010
Köln, 25. Januar 2010. Der Verdacht lautet: illegale Preisabsprachen. Fast alle großen deutschen Handelsketten, darunter Rewe, Metro und Edeka, sollen sich mit Lieferanten über Endverbraucherpreise verständigt und somit den Wettbewerb zu Ungunsten des Verbrauchers und der Konkurrenz beeinflusst haben.
Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, drohen empfindliche Geldstrafen. Neben diesen direkten wirtschaftlichen Einbußen gefährden Negativ-Schlagzeilen jedoch zusätzlich das Vertrauen der Konsumenten in die betroffenen Handelsunternehmen und bergen somit die Gefahr einer Kaufzurückhaltung und resultierender Umsatzrückgänge.
Die Institut für Handelsforschung GmbH führte nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe eine Konsumentenbefragung durch - 470 Personen wurden zu ihrem Vertrauen in den deutschen Lebensmitteleinzelhandel befragt. Das Ergebnis zeigt: „Grundsätzlich generalisieren die Deutschen keineswegs über die gesamte Branche. Während einige Händler in der Gunst des Verbrauchers zu stehen scheinen, schneiden andere bei der Vertrauensfrage deutlich schlechter ab", so Boris Hedde, Geschäftsführer der Institut für Handelsforschung GmbH.
„Hard-Discount oder klassischer LEH: der Vertriebsweg scheint für das Urteil nicht ausschlaggebend: Trotz der Bemühungen, sich als vertrauensvollste Marke Deutschlands zu positionieren, erreicht Edeka nicht Platz 1. Im Gegenteil führt Aldi das Feld an: 72% aller Befragten gaben an, dem Discount-Marktführer Aldi hohes oder sogar sehr hohes Vertrauen entgegen zu bringen. Auch das Schlusslicht im Ranking ist kein Discounter - sondern das Traditionshaus Kaiser`s.
Die Analyse zeigt auch: je nach Geschlecht, Alter, Wohnort und Einkommen der Befragten variiert das Vertrauen in die einzelnen Händler. In der Gruppe der 16-20-Jährigen schneiden neben Aldi beispielsweise Rewe und Lidl besonders gut ab.

IfH_PM_Vertrauen in den LEH_250110.pdf
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ist ein Forschungs- & Beratungsunternehmen mit empirisch basierten Businesslösungen für den Off- und Online-Handel. Groß- und Einzelhandel sowie dazugehörige Organisationen und Dienstleister vertrauen auf die jahrzehntelange Expertise und die individuelle Marktstellung als Schnittstelle von Wissenschaft & Praxis. Unabhängigkeit und fundierte Methodik resultieren aus der historischen Verbindung mit dem Institut für Handelsforschung an der Universität zu Köln (seit 1929). Hohe Mitarbeiterqualifizierung und die Kompetenz als Insider des Handels machen die Institut für Handelsforschung GmbH zum kompetenten Ansprechpartner für Fragen rund um den Handel und sowie zum führenden Anbieter von Betriebs-Benchmarking im deutschsprachigen Raum.
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