Ergebnisse einer Verbraucherbefragung der Forschungsstelle für Arzneimitteldistribution am Kölner Institut für Handelsforschung (IfH)
Köln, 24. Juni 2008. Am 12. Juni 2008 war offizieller Tag der Apotheke in Deutschland. Anlass genug für das Institut für Handelsforschung (IfH) zu prüfen, ob die Bürger davon Kenntnis nehmen und das diesjährige Motto des Tages „Mit Sicherheit für Sie da" kennen. Zu diesem Zweck wurden 201 Passanten in der Kölner Innenstadt befragt. Nur sieben von hundert Verbrauchern wussten um den Tag der Apotheke, entsprechend wenige konnten das Motto abrufen. Zur Sicherheit in Apotheken befragt, fühlen sich Verbraucher bei der Qualität der Beratung vor Ort mehrheitlich sicher. Versandapotheken attestiert hingegen nur rund jeder Vierte eine ähnlich hohe Sicherheit wie Apotheken vor Ort und gut jedem zweiten Verbraucher fällt es schwer, zwischen seriösen und unseriösen Versendern zu unterscheiden. Insbesondere bei ausländischen Versandhändlern und Anbietern im Internet sehen sich die Verbraucher mehrheitlich der Gefahr ausgesetzt, gefälschte Arzneimittel zu erwerben.
Positives Gesamturteil
Bei der Beratung in der Apotheke vor Ort fühlen sich rund 85 % der Befragten sicher. Damit ist das Sicherheitsempfinden in diesem Bereich in etwa ebenso stark ausgeprägt wie bei der Verfügbarkeit der Arzneimittel (81 %). Beim Vergleich der Beratung in einer Präsenzapotheke und der Beratung durch einen Arzneimittelversandhändler offenbart die Studie deutliche Präferenzen zu Gunsten der Vor-Ort-Beratung: Rund 93 % der befragten Verbraucher ziehen die persönliche Beratung in der Präsenzapotheke der Beratung durch einen Versandhändler vor.
Punktuelle Verbesserungen und Kommunikation notwendig
Neben dem positiven Gesamturteil zur Sicherheit in Apotheken offenbart die Studie auch Ansatzpunkte zur Verbesserung der Beratungsleistung. Während den Apotheken bei allen anderen abgefragten Leistungen mehrheitlich eine hohe bis sehr hohe Sicherheit attestiert wird, fühlt sich mehr als jeder dritte Befragte bei der Aufklärung über Neben- und Wechselwirkungen eher unsicher. Nach Meinung des IfH ist mehr Kommunikation in diesem Bereich notwendig. „Viele Aufgaben und Tätigkeiten des Apothekenpersonals finden hinter den Kulissen statt. Es tut Not, Verbraucher aktiv über die vielfältigen Funktionen der Apotheke zu informieren. Der Tag der Apotheke bietet hierzu eine gute Gelegenheit neben vielen anderen", so Studienleiterin Sabrina Heckmann.
Seriöse und unseriöse Versandapotheken
Weit weniger sicher als in der traditionellen Präsenzapotheke fühlen sich die Befragten bei Versandapotheken. So fällt es mehr als jedem zweiten Verbraucher (52 %) schwer, zwischen seriösen und unseriösen Anbietern in diesem Segment zu unterscheiden und nur jeder Vierte (26 %) stuft Versandapotheken als ebenso sicher wie Präsenzapotheken ein. Als Risiko wird vor allem der Erwerb von Arzneimittelfälschungen betrachtet. So sehen sich bei ausländischen Versandhändlern 58 % der Befragten der Gefahr ausgesetzt, gefälschte Arzneimittel zu kaufen. Als besonders risikobehaftet wird der Arzneimittelkauf im Internet eingestuft: 64 % der Befragten bezeichnen die Gefahr des Kaufs gefälschter Arzneimittel im Internet als hoch bzw. sehr hoch.
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Fühlen sich Kunden bzw. Patienten in Apotheken sicher aufgehoben? Werden Apotheken ihren Verpflichtungen aus Sicht der Verbraucher gerecht? Wie werden neuartige Distributionswege für Arzneimittel diesbezüglich bewertet?
In der Studie „Sicherheit bei der Abgabe von Arzneimitteln" hat sich das IfH diesen Fragen angenommen und am „Tag der Apotheke" Verbraucher zu verschiedenen Sachverhalten rund um das Thema befragt. Auf dem Prüfstand standen dabei zum einen
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die klassischen Apotheken vor Ort (Präsenzapotheken) und zum anderen
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Versandhändler, die Arzneimittel über das Internet, Kataloge oder andere Medien anbieten.
Die Studie basiert auf einer explorativen Erhebung, bei der am 12. Juni 2008 in der Kölner Innenstadt 201 Passanten befragt wurden.
Die Studie (61 Seiten, 99,- Euro inkl. MwSt. und zzgl. Versandkosten) kann über den Shop des IfH oder bei Frau Michaela Lehmacher-Schantz telefonisch (Tel: 0221/943607-60) oder per E-Mail (m.schantz@ifhkoeln.de) bestellt werden.
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Dr. Markus Preißner
m.preissner@ifhkoeln.de
0221-943607-41
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Dipl.-Kff. Sabrina Heckmann
s.heckmann@ifhkoeln.de
0221-943607-42
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