Personalkosten im Einzelhandel: Preiswettbewerb führt zu ungleichen Verteilungen je nach Branche
12.02.2010
Köln, 12. Februar 2010. Verschiedene Branchen des Einzelhandels unterscheiden sich deutlich in ihren Personalkosten. Diese Differenzen sind vor allem darauf zurückzuführen, dass - je nach Produkt - unterschiedlich intensiv beraten wird. Detaillierte Ergebnisse zur Entwicklung des Einzelhandels präsentiert die aktuelle Branchendokumentation der Institut für Handelsforschung GmbH (IfH).
Verallgemeinerungen über Personalkosten laut IfH unzulässig
„Die Ergebnisse des Betriebsvergleichs 2008 zeigen, dass vor allem Schuh- und Textileinzelhändler hohe Personalkosten am Umsatz tragen. Schuhe und Textilien erfordern einen besonders guten Service und viel Beratung", erläutert Nicolaus Sondermann, Projektmanager in der Institut für Handelsforschung GmbH. „Der Lebensmitteleinzelhandel hat mit einem starken Preiswettbewerb und knappen Kalkulationen zu kämpfen. Hier wird eher in große Verkaufsflächen und ein breites Angebot investiert." Eine Verallgemeinerung von zu hohen Personalkosten im Handel sei vor diesem Hintergrund völlig unzureichend.
Personalkosten entwickeln sich je nach Branche unterschiedlich
Die IfH GmbH ermittelte für das Jahr 2008 im inhabergeführten, selbstständigen Lebensmitteleinzelhandel eine Personalkostenquote von 12,4 Prozent des Umsatzes (einschließlich MwSt.). Darin ist der kalkulatorische Unternehmerlohn für Personengesellschaften enthalten. Im Möbeleinzelhandel errechneten die Kölner Handelsforscher einen Wert von 17,3 Prozent. Deutlich höher lag der Anteil der Personalkosten im Textileinzelhandel und im Schuhhandel mit 21,3 bzw. 22,1 Prozent. Die mit Schmuck und Uhren handelnden Einzelhändler verzeichnen eine Personalkostenquote von 21,0 Prozent.
Ausführliche Analysen in aktueller Branchendokumentation
Fundierte Informationen zur aktuellen Situation des Handels liefert die jetzt erschienene CD-ROM mit den Daten des Betriebsvergleichs 2008. Die Kennzahlen von mehr als 1.500 Unternehmen allein aus dem Einzelhandel liefern eine umfangreiche Zahlenbasis für die betriebliche Analyse, Planung und Kontrolle. Die Daten sind nach Betriebsgröße und Standortmerkmalen gegliedert. Sie zeigen, wie sich unterschiedliche Branchen hinsichtlich verschiedener Kennzahlen - unter anderen Personal, Umsatz, Lager und Kosten - entwickelt haben. Betriebsberater, Unternehmer, Verbundgruppen, Finanzinstitute und Dienstleister können so Planungsgrößen verschiedener Branchen identifizieren und ermitteln, wie die Rentabilität eines Unternehmens gesteigert werden kann. Die Branchendokumentation mit ausführlichem Zahlenmaterial kann unter www.ifhkoeln.de bestellt werden. Sie ist als Einjahres- oder als Mehrjahres-Dokumentation erhältlich.
Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.ifhkoeln.de.
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M.A. Lucy Kivelip
Ehemaliger Mitarbeiter
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