Köln, 4. Dezember 2008. Die Apothekerschaft Deutschlands bekennt sich zur inhabergeführten Apotheke: Zwei von drei Apothekerinnen und Apothekern schließen für sich die Zugehörigkeit zu einer Apothekenkette im Falle der Aufhebung des Fremdbesitzverbotes kategorisch aus. Lediglich für 8 % kommt der Eintritt in eine Filialorganisation in Frage, rund ein Viertel ist unsicher.
Die Apothekerschaft setzt damit ein starkes Signal für die inhabergeführte Apotheke und ist sich mehrheitlich sicher, dass diese auch in Zukunft - unabhängig vom Ausgang des EuGH-Verfahrens - eine echte Chance haben wird. Voraussetzung hierfür sei nach Meinung der Apothekerinnen und Apotheker, dass sie selbst ihr betriebswirtschaftliches Know-how weiter verbessern, ohne aber an heilberuflicher Kompetenz einzubüßen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine vom Kölner Institut für Handelsforschung (IfH) im Auftrag der Pharma Privat durchgeführte Untersuchung, an der sich bundesweit 1.820 Apothekenleiterinnen und -leiter im Rahmen der „Apothekenumfrage 2008" beteiligten. Zur Interpretation der Befragungsergebnisse führte das IfH zudem diverse Apothekerworkshops durch, bei denen Handlungsansätze für den Großhandel entwickelt und mögliche Zukunftsszenarien aus Apothekersicht diskutiert wurden.
Der Geschäftsführer der Pharma Privat, Hanns-Heinrich Kehr, sieht in den Ergebnissen „einen Auftrag für den privaten pharmazeutischen Großhandel, sich noch stärker für die inhabergeführten Apotheken in Deutschland einzusetzen, um gemeinsam die gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen zu bewältigen." Die selbstständigen Apothekerinnen und Apotheker werden diese Aussage begrüßen, bescheinigen sie den unter Pharma Privat kooperierenden privaten pharmazeutischen Großhandlungen doch schon heute ein besonders hohes Maß an Vertrauenswürdigkeit, Partnerschaftlichkeit, Freundlichkeit und Engagement. Auch hinsichtlich der Zuverlässigkeit, Flexibilität, Schnelligkeit und Serviceorientierung werden die privaten pharmazeutischen Großhandlungen gemäß der Untersuchung des IfH besser als andere Pharma-Großhandlungen bewertet. Der private pharmazeutische Großhandel erweist sich damit als zukunftsfähig, was sich auch in den Aussagen der Apothekerinnen und Apotheker niederschlägt: Rund jeder Zweite räumt ihm zukünftig mindestens die gleichen Marktchancen wie Konzern-Großhandlungen ein. Nur knapp jeder Fünfte bewertet die Zukunftsaussichten des privaten Pharma-Großhandels im Vergleich zu den Konzernen als schlechter, rund ein Drittel der Befragten ist unsicher.
IfH_PM_Apothekenmarkt_041208.pdf
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