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Institut für Handelsforschung GmbH
Dürener Str. 401 b
D-50858 Köln

Tel.: (+49) 0221 943607-10

Fax: (+49) 0221 943607-99

E-Mail: info@ifhkoeln.de

IfH-Newsletter, Juli-Ausgabe 2008

Köln, 10.07.2008

Übersicht der Meldungen

1) Große Umfrage des ECC Handel: Wie nutzt der Handel aktuell das Internet?

2) Kundenbindung im Schuhfachhandel - Ein Workshop mit Handel und Industrie

3) Branchenspezifisches und -übergreifendes Benchmarking im Fokus

4) 'Risikomanagement im E-Commerce': Neuer Sammelband erschienen

5) Informationssicherheit in Unternehmen 2008 - Wie sicher sind Ihre Geschäftsdaten?

6) Tante Emma liefert nach Hause - Neuer Wein in alten Schläuchen?

7) Europäisierung der Apothekenmärkte - IfH fordert sachliche Diskussion

8) Verbraucher attestieren Präsenzapotheken sichere Beratung

9) Zu guter Letzt ...

 

1) Große Umfrage des ECC Handel: Wie nutzt der Handel aktuell das Internet?

Internet im Handel

In den Jahren 1999, 2002, 2004 und 2006 hat das am Institut für Handelsforschung an der Universität zu Köln angesiedelte E-Commerce-Center Handel (ECC Handel) die Internetnutzung in deutschen Handelsunternehmen untersucht. Insgesamt beteiligten sich inzwischen mehr als 9.000 Unternehmen an den Befragungen. Zwischenzeitlich ist im Bereich des elektronischen Geschäftsverkehrs wieder sehr viel geschehen. Mit der neuen Erhebung untersucht das ECC Handel den aktuellen Stand der Internetnutzung insbesondere in mittelständischen Handelsunternehmen. Als Schwerpunktthema wird dabei die Nutzung von Blogs, Foren, Bewertungssystemen und anderen Instrumenten des Web 2.0 analysiert.

 

Ihre Meinung zählt! Die Beantwortung der Fragen dauert nur wenige Minuten. Als Dankeschön erhalten alle Teilnehmer auf Wunsch eine Kurzauswertung der Untersuchung. Über Ihre Unterstützung würden wir uns sehr freuen!

 

Zur Online-Befragung "Internet im Handel 2008"

 

Ihr Ansprechpartner zur Umfrage ist Dr. Kai Hudetz.

 

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2) Kundenbindung im Schuhfachhandel - Ein Workshop mit Handel und Industrie

Der Schuhfacheinzelhandel wird im Wesentlichen durch seine Organisation über mehrere Verbundgruppen geprägt, über die die Mitglieder neben dem zentralen Einkauf auch Leistungen im Rahmen der Kundenbindung in Anspruch nehmen können. Vertreter von vier der größten Verbundgruppen sowie Vertreter der Schuhindustrie, die über ihre hochwertigen Herstellermarken eng an den Fachhandel gebunden sind, haben sich am 12. Juni 2008 im Institut für Handelsforschung zu einem Workshop zum Thema Kundenbindung zusammengefunden.

 

Nach einem Einführungsvortrag von Dr. Andreas Kaapke unter dem Titel "Kundenbindung mit System" entfachte sich eine angeregte Diskussion, die insbesondere die Kundenkarte als Instrument der Kundenbindung in den Fokus stellte. Das Plädoyer der Teilnehmer war eindeutig: Kundenkarten sind im Schuhfacheinzelhandel als wertvolles Kundenbindungsinstrument - insbesondere vor dem Hintergrund der Informationsgewinnung über den Kunden - anzuerkennen. Einzige Bedingung: die Karte sollte unternehmensindividuell, d.h. vom einzelnen Fachgeschäft, herausgegeben werden, um das Profil des Fachhändlers schärfen zu können. Multipartnerprogrammen wie Happy Digits oder Payback wurden vor dem Hintergrund der bisher teilnehmenden Partner wenig Fachhandelsaffinität bzw. Cross-Buying-Effekte eingeräumt. Andererseits bieten diese Programme die Möglichkeit, auf Adressen oder Kundendaten der Programmpartner zurückzugreifen und sie für das eigene Geschäft zu nutzen.

 

Weitere Ergebnisse des Workshops "Kundenbindung im Fachbereich Schuhe"

 

Ihre Ansprechpartnerin zu diesem Thema ist Birte Lindstädt.

 

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3) Branchenspezifisches und -übergreifendes Benchmarking im Fokus

Der ökonomische Erfolg eines Unternehmens hängt in hohem Maße davon ab, ob es seine Ressourcen effizient einsetzt. Kennzahlen zur Produktivität der zentralen Inputfaktoren Raum und Personal zählen daher zu den wichtigsten Indikatoren bei der Beurteilung der Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens. Folglich können Unternehmen mit unterdurchschnittlichen Produktivitätskennziffern von „besseren" Unternehmen innerhalb der eigenen Branche lernen. Aber auch ein Blick über Branchengrenzen hinweg lohnt sich, wenn dort Produktionsfaktoren effizienter eingesetzt werden und sich Lerneffekte realisieren lassen. Inwieweit dies möglich ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Mit der Identifikation von brancheninternen oder -externen Abweichungen ist jedoch der erste Schritt getan, um Maßnahmen zur Verbesserung der eigenen Position ergreifen zu können.  

 

Überblick über die Personalproduktivität in diversen Branchen des Groß- und Einzelhandels

 

Das Institut für Handelforschung (IfH) führt Betriebsvergleiche und Benchmarkinguntersuchungen in zahlreichen Branchen des Groß- und Einzelhandels sowie im Dienstleistungsgewerbe und in diversen Industriebranchen durch.

 

Für einen Blick über Branchengrenzen hinweg eignen sich die diversen Einjahres- und Mehrjahres-Branchendokumentationen des IfH.

 

Ihr Ansprechpartner zu diesem Thema ist Dr. Markus Preißner.

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4) 'Risikomanagement im E-Commerce': Neuer Sammelband erschienen

Im E-Commerce kommt der Möglichkeit von Zahlungsstörungen eine besondere Bedeutung zu - obwohl die meisten Transaktionen problemlos ablaufen, klagen viele Händler über Überschreitungen von Zahlungszielen, Liquiditätsengpässe und Totalausfälle. Somit wächst mit der zunehmenden Nutzung des Internets als Vertriebskanal auch die Bedeutung des Risikomanagements im E-Commerce. Mehrere Untersuchungen zeigen jedoch, dass die meisten Online-Anbieter diesen Aspekt völlig vernachlässigen oder nur ein rudimentäres Risikomanagement betreiben. Dies ist nicht zuletzt auf mangelnde Erfahrungen im Distanzhandel und Informationsdefizite zurückzuführen. Um Wissenslücken zu schließen, das Thema zu strukturieren und zum Abbau von E-Commerce-Hemmnissen beizutragen, widmet sich das am IfH angesiedelte E-Commerce-Center Handel daher mit einem neuen Sammelband dem Risikomanagement im E-Commerce. In zehn Beiträgen namhafter Experten aus Wissenschaft und Praxis werden die vielfältigen Aspekte des Risikomanagements beleuchtet. Online-Händler und Marktbeobachter erhalten mit diesem Sammelband die Möglichkeit, sich umfassend und fundiert beispielsweise über den Sinn und den Aufbau von Bonitätsprüfungen, den Umgang mit Risiken im Unternehmen und Erfahrungen aus der Praxis zu informieren.


Weitere Informationen zum Sammelband 'Risikomanagement im E-Commerce'

 

Ihr Ansprechpartner zu diesem Thema ist Sebastian van Baal.

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5) Informationssicherheit in Unternehmen 2008 - Wie sicher sind Ihre Geschäftsdaten?

Abbildung der Informationssicherheit in Unternehmen 2008 - Wie sicher sind Ihre Geschäftsdaten?

Bereits in der Umfrage "IT-Sicherheit in Unternehmen 2007" des Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr wurde deutlich, dass in vielen kleineren Unternehmen - ungeachtet aller Bemühungen - weiterhin gravierende Sicherheitsdefizite bestehen. So werden Mitarbeiter mit der Sicherheit der IT meist alleine gelassen, obwohl IT-Schäden oft Kosten in vier- oder fünfstelliger Höhe verursachen.

 

Doch IT-Sicherheit allein reicht nicht aus! Längst gilt es, neben der Sicherheit der IT-Systeme und der elektronisch gespeicherten Daten auch die Sicherheit von nicht elektronisch abgelegten Informationen im Unternehmen zu gewährleisten. So schützt "die neueste Technik" zwar bereits vor vielen Angriffen, doch in anderen Fällen kommt der Eindringling einfach durch die Eingangstür in das Unternehmen. Datendiebe geben sich z. B. als harmlose Service-Techniker aus, kommen durch die Tiefgarage in das Gebäude oder nutzen unwissende Mitarbeiter als "Türöffner".

 

Wie ist es um die Informationssicherheit in Ihrem Unternehmen bestellt? Ihre Meinung ist gefragt! Nehmen Sie an der aktuellen Online-Befragung teil und erhöhen Sie die Sicherheit Ihrer Geschäftsdaten! Alle Teilnehmer erhalten im Anschluss auf Wunsch die Umfrageergebnisse per E-Mail zugeschickt.

 

Zur Online-Befragung "Informationssicherheit in Unternehmen 2008"

 

Ihr Ansprechpartner zum Thema Sicherheit ist Andreas Duscha.

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6) Tante Emma liefert nach Hause – Neuer Wein in alten Schläuchen?

Knapp 40 % der Befragten einer explorativen Studie des Competence Center Demographie am Institut für Handelsforschung lassen schon heute ihre Einkäufe teilweise von anderen Personen erledigen. Gleichzeitig zeigen qualitative Interviews, dass emotionale Barrieren, die Hilfe anderer Personen in Anspruch zu nehmen, immer noch sehr hoch sind. Was passiert, wenn der Wertwandel von „Das habe ich doch bisher immer selbst gemacht!" zu „Das gönne ich mir!" bei der immer größer werdenden Gruppe der älteren Konsumenten angekommen ist? Die Zahlen deuten auf ein hohes Potenzial von handelsnahen Dienstleistungen und „persönlichen" Betriebsformen hin.


Lesen Sie mehr über den Einfluss räumlicher und persönlicher Nähe auf die Vergabe von Kaufaufträgen oder die Potenziale, die für unterschiedliche Branchen in dieser Entwicklung liegen.


Ihre Ansprechpartnerin für das Thema „Demographie und Konsumentenverhalten" ist Alexandra Knob

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7) Europäisierung der Apothekenmärkte - IfH fordert sachliche Diskussion

In den kommenden Monaten wird sich der europäische Gerichtshof mit dem nationalen Apothekenrecht verschiedener Länder beschäftigen – betroffen ist auch das deutsche Regelungssystem. Insbesondere die Entscheidung des EuGH zur Vereinbarkeit des Fremdbesitzverbotes mit dem Gemeinschaftsrecht, welche für 2009 erwartet wird, ist als richtungweisend einzustufen. Mögliche Konsequenzen werden kontrovers und teilweise einseitig diskutiert. Das Institut für Handelsforschung (IfH) fordert eine Versachlichung der Diskussion.

 

Lesen Sie mehr zu möglichen Veränderungen des deutschen Apothekenmarktes, den vielfältigen Spekulationen über Konsequenzen und die Forderung des IfH, die Diskussionen angesichts der hohen Bedeutung für die öffentliche Gesundheit sachlich zu führen.

 

Ihre Ansprechpartnerin zu diesem Thema ist Sabrina Heckmann.

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+++ Regelmäßige Informationen über aktuelle Entwicklungen rund um die Arzneimitteldistribution bietet FOFAD-direkt, der Newsletter des Instituts für Handelsforschung für alle Branchenkenner und Brancheninteressierte. Eine Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf der Startseite der IfH-Website. +++ 

8) Verbraucher attestieren Präsenzapotheken sichere Beratung

Am 12. Juni 2008 war offizieller Tag der Apotheke in Deutschland. Für das Institut für Handelsforschung Anlass genug, zu prüfen, ob die Bürger davon Kenntnis nehmen und das diesjährige Motto des Tages „Mit Sicherheit für Sie da" kennen. Zu diesem Zweck wurden 201 Passanten in der Kölner Innenstadt befragt. Nur sieben von hundert Verbrauchern wussten um den Tag der Apotheke, entsprechend wenige konnten das Motto abrufen.

 

Zur Sicherheit in Apotheken befragt, fühlen sich Verbraucher bei der Qualität der Beratung vor Ort mehrheitlich sicher. Versandapotheken attestiert hingegen nur rund jeder Vierte eine ähnlich hohe Sicherheit wie Apotheken vor Ort und gut jedem zweiten Verbraucher fällt es schwer, zwischen seriösen und unseriösen Versendern zu unterscheiden. Insbesondere bei ausländischen Versandhändlern und Anbietern im Internet sehen sich die Verbraucher mehrheitlich der Gefahr ausgesetzt, gefälschte Arzneimittel zu erwerben.

 

Weitere Studienergebnisse und eine Bestellmöglichkeit finden Sie auf der IfH-Website.

 

Ihr Ansprechpartner zu diesem Thema ist Dr. Markus Preißner.

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9) Zu guter Letzt...

Die Fußball-Europameisterschaft hat uns in den vergangenen Wochen wahrlich Freude bereitet, zumindest den meisten von uns. Eine solche Europameisterschaft ist ja auch ein Fest für Statistiker: Welches Team erzielt die meisten Tore? Welches macht die wenigsten Fouls? Welche Mannschaft erhält in den letzten 15 Minuten die meisten Gegentreffer? Ergänzt werden diese aus den Spielen direkt abzuleitenden Daten durch zusätzliche Erhebungsergebnisse, bspw. zu der Mannschaft mit den bestaussehenden Spielern (nach mehreren Umfragen waren das wohl die Portugiesen).

 

Eine besonders interesante Studie wurde im Auftrag der Beiersdorf AG durchgeführt. Dabei wurden von TNS-Infratest 1000 Männer ab 18 Jahren unter anderem danach gefragt, ob sie bereit wären, ein EM-Spiel zuhause mit einer Gurkenmaske anzuschauen. Für all diejenigen, die das auch schon immer wissen wollten: Jeder Zehnte wäre dazu bereit. Jetzt wissen wir das auch... Vielleicht erfahren wir zur nächsten WM, wieviele deutsche Männer, sich bei einem deutschen Sieg gerne eine Frikadelle ans Knie nageln würden, oder, oder, oder...

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Haben Sie Fragen zum Newsletter, Anregungen oder Kritik? Lassen Sie es uns wissen: Dr. Kai Hudetz 

 

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