IfH-Newsletter, Februar-Ausgabe |
Köln, 11.02.2009 |
1) Weniger Besucher in den Innenstädten durch Umweltzonen
2) 2. IDA-Innovationsforum: Innovative Apothekenkonzepte
3) Der Mensch als Erfolgsfaktor einer Apotheke
4) 2. Beratertag des Buchhandels am 16. Januar 2009 in Köln
5) Studie zur E-Mail-Kommunikation: Jede fünfte Antwort von Unternehmen
6) Brands4Friends – Shopping-Community im Web 2.0
7) Neue Vertriebswege für Arzneimittel: Verbraucher sind skeptisch
8) Personal im Groß- und Außenhandel: wichtiger, aber vernachlässigter Erfolgsfaktor
Das am IfH angesiedelte ECC Handel sucht Verstärkung! Wir möchten die Stelle einer Projektmitarbeiterin bzw. eines Projektmitarbeiters schnellstmöglich besetzen. Wir bieten Ihnen ein angenehmes Arbeitsumfeld mit flachen Hierarchien und der Möglichkeit, sowohl eigenständig als auch im Team an spannenden Fragestellungen zu arbeiten. Interessiert? Dann bewerben Sie sich noch bis zum 15. Februar 2009!
Im Auftrag des Handelsverbands BAG hat das IfH die ökonomischen Auswirkungen von Umweltzonen auf den innerstädtischen Einzelhandel untersucht.
In den Städten Hannover, Köln und Stuttgart, die Anfang 2008 Umweltzonen unterschiedlicher Ausdehnungen eingeführt hatten, wurden jeweils 300 Passanten in den Fußgängerzonen befragt. Zusätzlich erfolgten je 300 Interviews in den Innenstädten von Hildesheim, Leverkusen und Esslingen als sog. Kontrollstandorte. So konnten auch Verbraucher erfasst werden, die aufgrund der Umweltzonen nicht mehr in die nächstgelegene Großstadt zum Einkaufen fahren.
Erstaunlich gering ist immer noch der Informationsstand der Konsumenten in Bezug auf die Regelungen im Zusammenhang mit der Umweltzone. Während 85 % wissen, dass eine Umweltzone in der betreffenden Innenstadt eingerichtet wurde, sind lediglich 70 % darüber informiert, dass mit einer roten Plakette die Einfahrt künftig verboten sein wird. Nur 29 % ist bewusst, dass auch der Innenstadtbesuch mit einer gelben Plakette zukünftig nicht mehr möglich ist.
Die Verkehrsmittelwahl blieb bei dem überwiegenden Teil der Befragten von der Einführung der Umweltzone unberührt. Nur etwa 5 % der Interviewten steigen um, zumeist vom PKW auf den ÖPNV. Der Anteil der Umsteiger wächst, wenn die Umweltzone eher eng gezogen wurde, wie beispielsweise in Köln (8 %), dort umfasst sie nur den eigentlichen Innenstadtbereich.
Weitere Informationen zu diesem Thema
Ihre Ansprechpartner zu diesem Thema sind Birte Lindstädt und Nina Kleber.
Der Arzneimittelmarkt ist lukrativ und hart umkämpft. Präsenzapotheken konkurrieren mit Versendern und branchenfremden Anbietern. Erfolgreich sind in erster Linie Apotheken, die beim Spagat zwischen Heilberuf und kaufmännischen Tugenden Profil zeigen und konsequent ihr Konzept verfolgen.
Das Institut für Handelsforschung hat Branchenkenner und Brancheninteressierte am 15. Januar in die Innovations-Akademie deutscher Apotheken (IDA) im Kölner Rheinauhafen eingeladen. Dr. Markus Preißner, Bereichsleiter der Forschungsstelle für Arzneimitteldistribution am IfH, stellte in seinem Impulsvortrag die hohe Bedeutung strategischer Konzepte im dynamischen Umfeld des Apothekenmarktes heraus. Innovative Konzepte mit unterschiedlichen Schwerpunkten präsentierten die Apotheker Klaus Mellis von der Mauritius-Apotheke in Krefeld, Jens Wiegland von der Ulmen-Apotheke in Nierstein sowie Dr. Wilhelm Schlagintweit, der die Apotheke "Zum Löwen von Aspern" in Wien betreibt. Unter der Moderation von IfH-Geschäftsführer Dr. Andreas Kaapke diskutierten Dr. Stefan Plantör, Bereichsleiter Markt und Wissenschaft bei Pro Generika, der Vorsitzende des Apothekerverbandes Nordrhein, Thomas Preis, sowie Hanns-Heinrich Kehr von der Pharmazeutischen Großhandlung Richard Kehr über die Chancen und Risiken innovativer Apothekenkonzepte aus den unterschiedlichen Perspektiven der an der Wertschöpfungskette "Arzneimittelversorgung" beteiligten Akteure.
Weitere Informationen und Impressionen zur Veranstaltung finden Sie auf der IfH-Website.
Ihre Ansprechpartner zum 2. IDA-Innovationsforum sind Dr. Markus Preißner und Sabrina Heckmann.
Sind Jahresberichte im Online-Zeitalter noch für die Imagebildung eines Unternehmens relevant? Dieser Frage geht eine Diplomarbeit nach, die aktuell am IfH geschrieben wird. Bitte helfen Sie mit, fundierte Ergebnisse zu dieser Fragestellung zu erhalten und unterstützen Sie unsere Diplomandin durch Ihre Teilnahme. Herzlichen Dank im Voraus!
Zur Online-Umfrage "Sind Jahresberichte noch zur Imagebildung relevant?"
Das aktuelle Apothekenbenchmarking 2007 belegt, dass der Großteil der angefallenen Kosten auf den Personalbereich entfällt (63,8 % der Gesamtkosten). Dies offenbart, wie groß der Einfluss einer effizienten Personaleinsatzplanung auf den Erfolg einer Apotheke ist. Kombiniert man in der Analyse die Faktoren Personal und Kunden, ergeben sich Personalkosten je Kunde in Höhe von 5,33 Euro. Insgesamt belaufen sich die Gesamtkosten je Kunde auf 8,44 Euro.
Die Zahlen lenken den Blick auf einen weiteren Erfolgsfaktor in der Apotheke: den Kunden bzw. den Kundenwert. Im Berichtsjahr hat jeder Kunde duchschnittlich mit 0,40 Euro zum betriebswirtschaftlichen Ergebnis einer Apotheke beigetragen. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 0,47 Euro je Kunde. Die Wertschöpfung je Kunde ist folglich gesunken. Zudem ist die durchschnittliche Kundenzahl je Apotheke im Berichtsjahr um 2,9 % gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Halten diese Entwicklungen an, ist - bei unveränderten Kosten - mit einem weiteren Rückgang des betriebswirtschaftlichen Ergebnisses zu rechnen. Dieses lag 2007 durchschnittlich bei 0,5 % des Bruttoumsatzes.
Die angeführten und weitere Zahlen aus dem Bereich des Apothekenbenchmarkings finden Sie auf der Dokumentation zum Apothekenbenchmarking 2007.
Betriebswirtschaftliche Daten aus anderen Branchen finden Sie hier.
Ihr Ansprechpartner zu diesem Thema ist Alexander Mörsheim.
Aufgrund der positiven Resonanz zum 1. Beratertag der Branche im Juni 2008 haben die Landesverbände und der Sortimenterausschuss des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels am 16. Januar 2009 gemeinsam mit dem IfH zum zweiten Mal einen Beratertag für die Branche durchgeführt. Mehr als 20 Berater sowie Vertreter des Zwischenbuchhandels nahmen an dieser Veranstaltung in den Räumen des IfH teil. Themen waren das Online-Benchmarking im Rahmen des Betriebsvergleichs und der Apothekenmarkt.
Gerade der Apothekenmarkt ist für den Buchhandel von besonderem Interesse, da diese Branche ebenfalls durch gesetzliche Vorgaben stark reguliert ist, sich andererseits aber in einem zunehmend schärfer werdenden Wettbewerb behaupten muss. Hier wurden Parallelen zur Entwicklung im Buchhandel deutlich.
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und das IfH sehen den Beratertag als sinnvolle Plattform eines Branchenforums bei der Beurteilung aktueller Themen, die in der Branche relevant sind.
Ihr Ansprechpartner zu diesem Thema ist Nicolaus Sondermann.
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Seit 1991 stagniert der Handel und damit der Konsumgüter-Absatz in Deutschland mehr oder weniger auf relativ schwachem Niveau. Und doch gibt es Unternehmen sowohl in Handel als auch Industrie, die in der gleichen Zeit rasante Erfolge zu verzeichnen haben. Diese Unternehmen haben die Dinge anders gemacht als der "Rest der Welt", sie waren und sind innovativ und haben damit Erfolg erzielt. Tausende Unternehmen brauchen auch tausende Ideen und Innovationen: Die aktuelle Studie "Handels- & Vertriebs-Innovationen - Mit neuen Konzepten, Formaten und Ideen raus aus der Rezession", erarbeitet und herausgegeben von der Kölner Ulrich Eggert Consulting, zeigt eine Fülle solcher Ideen, Formate, Sortimente und Konzepte auf sowie zusätzlich ergänzende Wege, weitere Ansätze zu generieren.
Die Studie ist sowohl als Printfassung als auch in digitaler Form ab 585 Euro erhältlich und kann über das IfH bezogen werden. Bei einer Bestellung bis zum 31.03.2009 profitieren Sie von einem Sonderrabatt in Höhe von 150 Euro.
Weitere Informationen zur Studie "Handels- & Vertriebs-Innovationen"
Dem alltäglichen Umgang mit E-Mails geschuldet, erwarten Kunden von Unternehmen zeitnah eine vollständige Antwort auf ihre Anfragen. Dass diese Erwartungshaltung nicht immer erfüllt wird, offenbart die vom ECC Handel mit Unterstützung des Softwarespezialisten ITyX durchgeführte Studie "E-Mail-Kommunikation 2008 auf dem Prüfstand".
Die Studie zeigt auf, dass jede fünfte Antwort auf Kundenanfragen unzureichend beantwortet wird, sodass der (potenzielle) Kunde trotz Antwort-E Mail nicht zufrieden gestellt wird. Darüber hinaus enthält mehr als ein Drittel aller E-Mail-Antworten Rechtschreib- oder Grammatikfehler. Nur 9 der getesteten 72 Unternehmen senden ausschließlich fehlerfreie Antworten.
Unternehmen können aus der Studie wichtige Erkenntnisse für ihre elektronische Kundenkommunikation gewinnen, indem sie die Studienergebnisse als Benchmark heranziehen und für die Optimierung des eigenen E-Mail-Managements nutzen. Die detaillierten Ergebnisse stehen in Form eines 99-seitigen Berichtsbands in elektronischer Form zur Verfügung, der zu einem Preis von 149,- Euro inkl. MwSt. erworben werden kann.
Weitere Informationen zur Studie und Bestelloption
Ihr Ansprechpartner zu dieser Studie ist Andreas Duscha.
Mit 1,1 Millionen Mitgliedern ist brands4friends einer der größten Online-Shopping-Clubs in Deutschland für Markenbekleidung und Lifestyle-Produkte. Der zur "Internet World Business Idee 2008" gewählte Shopping-Club bietet seinen Mitgliedern ausgewählte Produkte renommierter Mode- und Lifestyle-Marken in zeit- und volumenlimitierten Verkaufsaktionen an.
Ob Taschen, Schuhe, Shirts oder Jeans, ob Sport-, Freizeit- oder Luxuslabel, bei brands4friends finden registrierte und ausgewählte Mitglieder des kostenlosen, aber geschlossenen Einkaufsclubs (nur auf Einladung eines Freundes, der einen empfiehlt, kann der Eintritt erfolgen) ihre Lieblingsmarken. Dabei gilt: Wer zuerst kauft, malt zuerst. Es steht jedoch nicht nur das verkaufte Produkt im Mittelpunkt. So stehen der Community beispielsweise Videos, Informationen über Hintergründe der Marken sowie Blogs für Lob oder Kritik und viele weitere Funktionen zur Verfügung.
Zum kompletten Praxisbeispiel des ECC Handel
Ihr Ansprechpartner zu diesem Thema ist Andreas Duscha.
Apothekenpflichtige Arzneimittel sind längst nicht mehr nur in der Apotheke vor Ort erhältlich. Der seit 2004 zulässige Versandhandel mit Arzneimitteln konnte sich etablieren und auch Drogeriemarktketten sind über Bestell- und Abholservices, so genannte Pick-up-Stellen, in den Arzneimittelvertrieb eingestiegen. Die am IfH angesiedelte Forschungssstelle für Arzneimitteldistribution untersucht, wie Verbraucher diese neuartigen Vertriebsformen für Arzneimittel bewerten, und stieß in Gruppendiskussionen auf Skepsis.
Verbraucher zweifeln vor allem die Seriosität, Sicherheit und Vertraulichkeit der Pick-up-Stationen für Arzneimittel an. Besonders stark sind die Vorbehalte im Hinblick auf den Bezug von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ausgeprägt. Allerdings befürchten vor allem ältere Konsumenten, dass die "vertraute Anlaufstelle Apotheke", die auch soziale Aufgaben übernehme, in ihrer jetzigen Form durch neue Arzneimittelanbieter in Bedrängnis geraten könne.
Weitere Ergebnisse der Gruppendiskussionen finden Sie auf der IfH-Website.
Ihre Ansprechpartner zu diesem Thema sind Dr. Markus Preißner und Sabrina Heckmann.
Das Personal wird zum strategischen Erfolgsfaktor der Zukunft. Nicht nur der demografische Wandel, der den "war for talent" noch stärker in den Fokus der Unternehmen rückt, sondern auch die gestiegenen Anforderungen durch Internationalisierung, Funktionserweiterungen aber auch technologische Innovationen führen zur Ausweitung der Anforderungsprofile in nahezu allen Mitarbeitergruppen im Groß- und Außenhandel. Nina Kleber und Barbara Unterbusch berichten im neuen "Handel im Fokus" über eine empirische Studie des IfH und die wichtigsten Erkenntnissen daraus.
Heft I/2009 des "Handel im Fokus" erscheint am 12. Februar 2009. Neben dem Beitrag von Frau Kleber und Frau Unterbusch enthält er Ergebnisse der Kundenverkehrsuntersuchung 2008 sowie der aktuellen Studie des ECC Handel zur E-Mail-Kommunikation (siehe Meldung 5). Professor Hörschgen, Professor Makarov und Frau Zeldes stellen ein handlungsorientiertes Konzept zur Verbesserung der Kundenbeziehungen dar. Im Geleitwort erläutert Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des HDE, die Situation des Einzelhandels angesichts der Wirtschaftskrise.
Nähere Informationen zum "Handel im Fokus"
Ihre Ansprechpartnerin zum "Handel im Fokus" ist Michaela Lehmacher-Schantz.
Es ist alles ganz schlimm. Angesichts der Wirtschaftskrise stellt sich weltweit ein nahezu vollständiger Konsumverzicht ein. Konsumenten kaufen nur noch Grundnahrungsmittel, und auch da nur die billigsten. Gäbe es nicht die Abwrackprämie, würden auch keine Autos mehr gekauft. Wenn Autos gekauft werden, dann nur noch ganz, ganz kleine. Für Luxus und überflüssigen Schnickschnack bleibt kein Platz mehr. Oder stimmt das vielleicht alles doch nicht so ganz?
Dass man auch heute mit einem recht sinnfreien Produkt durchaus am Markt erfolgreich sein kann, beweist der amerikanische Online-Dienstleister InfoMedia, der Klingeltöne der besonderen Art für das Apple iPhone zum Download anbietet. Für 99 Cent können unterschiedlichste Verdauungsgeräusche, umgangssprachlich schlicht als "Fürze" tituliert, auf das Handy geladen werden. Die Palette reicht vom "kranken Hund" über den "Entwischten" bis zum "Feuchten". Täglich werden bis zu 10.000 Fürze fürs Handy verkauft. Ein schönes Beispiel, wie man auch in der Krise aus heißer Luft Geld machen kann. Über die Motive der Käufe soll an dieser Stelle nicht weiter spekuliert werden...
Haben Sie Fragen zum Newsletter, Anregungen oder Kritik? Lassen Sie es uns wissen: Dr. Kai Hudetz
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