FOFAD-direkt, April 2008 |
Köln, 30.04.2008 |
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FOFAD-direkt, April 2008 Köln, 30.04.2008
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Newsletter der Forschungsstelle für Arzneimitteldistribution (FOFAD)
am Institut für Handelsforschung (IfH) an der Universität zu Köln
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Standort bildet Fundament des Apothekenerfolges
Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung des Instituts für Handelsforschung (IfH)
Diverse Studien belegen, dass Verbraucher eine Apotheke zumeist
in Abhängigkeit von ihrem Standort auswählen. Das Institut für Handelsforschung (IfH)
hat empirisch untersucht, wie sich dies auf den ökonomischen Erfolg einer Apotheke
auswirkt. Die Ergebnisse sind eindeutig: In enger räumlicher Nähe zu Ärztehäusern bzw.
Arztpraxen sowie in 1A-Lauflagen agieren Apotheken betriebswirtschaftlich deutlich
erfolgreicher als in anderen Lagen. Dr. Markus Preißner, Bereichsleiter am IfH, ordnet
die gewonnenen Erkenntnisse wie folgt ein: „Natürlich wird es mit zunehmendem
Wettbewerb auch für Apotheken immer wichtiger, sich beim Kunden zu bewerben, also
Marketing in eigener Sache zu betreiben, der Standort bildet aber eindeutig das
Fundament des Apothekenerfolges."
Verschreiberdichte und Kundenfrequenz als Erfolgsfaktoren
Die Freundlichkeit des Apothekenteams, die Beratungsleistungen, die Produktverfügbarkeit
und neuerdings auch die Preise spielen eine wichtige Rolle bei der Apothekenwahl der
Verbraucher. Zuerst achten Apothekenkunden aber auf den Standort. Eine hohe
Verschreiberdichte im Einzugsgebiet und eine hohe Passantenfrequenz schaffen günstige
Voraussetzungen für eine erfolgreiche unternehmerische Tätigkeit. Die Analyse der im
Rahmen des IfH-Apotheken-Benchmarking 2006 erhobenen Daten belegt, dass Apotheken in
Ärztehäusern bzw. in der Nähe von Arztpraxen sowie Apotheken in 1A-Lauflagen merklich
von ihren Standorten profitieren, da sie überdurchschnittlich hohe Kundenfrequenzen und
Umsätze verzeichnen.
Apotheken benötigen Ärzte in ihrer Nähe
Apotheken in enger räumlicher Nähe zu Ärztehäusern bzw. Arztpraxen agieren wirtschaftlich
erfolgreicher als Apotheken, deren Einzugsgebiete durch niedrige Verschreiberdichten
gekennzeichnet sind. Sie profitieren hierbei vor allem von einer erhöhten Kundenfrequenz
(+ 14,7 %) und einer höheren Anzahl an Kassenrezepten (+ 35,6 %). Die hieraus
hervorgehenden überdurchschnittlich hohen Umsätze (+ 29,4 %) übersteigen die in
Ärztehausapotheken bzw. in der Nähe von Arztpraxen gelegenen Apotheken zu beobachtenden
zusätzlichen Kosten (+ 20,7 %) deutlich.
Apotheken in 1A-Lauflagen sind erfolgreicher als andere
Apotheken in 1A-Lauflagen weisen im Vergleich zu Apotheken an anderen Standorten
überdurchschnittlich hohe Kundenfrequenzen (+ 41,3 %), Rezeptzahlen (+ 16,7 %) und OTC-
Umsätze (+ 86,0 %) auf. In Summe resultieren hieraus deutlich höhere Gesamtumsätze als
an anderen Standorten (+ 35,3 %). Die zusätzlichen Umsätze ermöglichen es, die in
1A-Lagen zu beobachtenden höheren Kostenbelastungen mehr als zu kompensieren. Dies
gelingt auch deshalb, weil die Handelspannen bei Apotheken in 1A-Lauflagen im Durchschnitt
über denen von Apotheken an anderen Standorten (+ 6,7 %) liegen. Betriebswirtschaftlich
operieren Apotheken in 1A-Lauflagen deshalb besonders erfolgreich.
Bildmaterial und weitere Informationen zur Studie erhalten Sie im Internet
unter: http://www.ifhkoeln.de/standort_bildet_fundament_des_apothekenerfolges.php
Ihre Ansprechpartner zur Studie sind:
Dr. Markus Preißner, Leiter der Forschungsstelle für Arzneimitteldistribution
E-Mail: m.preissner@ifhkoeln.de
Alexander Mörsheim, Projektleiter
E-Mail: a.moersheim@ifhkoeln.de