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APOkix: Rx-Versandhandelsverbot gefordert, mehr Apothekenschließungen befürchtet

Autorin: Carolin Leyendecker | Datum:

Seit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zum Verstoß der deutschen Preisbindung für verschreibungspflichtige Medikamente (Rx) gegen EU-Recht wird ein Gesetzesentwurf zum Rx-Versandhandelsverbot heiß diskutiert. Die aktuellen Ergebnisse des APOkix zeigen, dass 95 Prozent der deutschen Apotheker ein solches Verbot befürworten würden.

Apotheker sehen bedeutende Folgen des EuGH-Urteils

Der aktuellen APOkix-Umfrage unter Apothekenleiterinnen und -leitern zufolge befürchten rund 78 Prozent der Apotheker, dass die Aufhebung der Rx-Preisbindung für außerhalb Deutschlands ansässige Versandapotheken den Rx-Umsatz in der Apotheke vor Ort senken wird. Jeder vierte APOkix-Teilnehmer befürchtet sogar einen starken Rückgang. Apotheker erwarten auch Auswirkungen auf die OTC-Umsätze:  Zwei Drittel der Befragten fürchten hier einen Rückgang.

Rund 72 Prozent der APOkix-Teilnehmer gehen davon aus, dass die Anzahl der Apothekenschließungen in Folge des EuGH-Urteils zunehmen wird. Welchen Wirbel die aktuelle Debatte erzeugt, wird in einem Vergleich deutlich: Vor rund einem Jahr, im März 2016, gingen nur 14 Prozent der befragten Apotheker davon aus, dass der Wettbewerb mit den Versandapotheken Grund für Apothekenschließungen sein könnte.

Konjunkturindizes im leichten Aufwärtstrend

Die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage fällt im Januar den zweiten Monat in Folge besser aus. Ein leichter Anstieg des Index für die derzeitige Lage um 2,6 Punkte führt im Januar zu einem Wert von 91,7 Punkten. Die Aussichten auf die erwartete Geschäftsentwicklung in den nächsten zwölf Monaten verbessern sich deutlicher: Der Index steigt um 10,3 Punkte auf einen Wert von 56,9 Punkten. Immerhin mehr als jeder dritte APOkix-Teilnehmer (36 %) erwartet, dass sich das Geschäft stabil entwickelt. Während im Dezember noch 63 Prozent der Apotheker erwartet haben, dass sich ihre Geschäftslage in den kommenden zwölf Monaten leicht oder gar stark verschlechtert, sind dies im Januar (nur) noch knapp 54 Prozent. Dies macht aber dennoch deutlich, warum der Indexwert zur erwarteten Geschäftsentwicklung immer noch weit unter der 100-Punkte-Grenze liegt, die eine ausgeglichene Stimmung unter den APOkix-Teilnehmern anzeigt.

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Laden Sie sich die gesamten APOkix-Ergebnisse hier herunter.

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