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Kleine Unternehmen haben mit hohen Zahlungsausfällen zu kämpfen

Studie des ECC Handel zum Internetzahlungsverkehr untersucht Zahlungsausfälle im Online-Handel. Maßnahmen zum Risikomanagement werden häufig nicht voll ausgeschöpft.

Köln, 09. Mai 2012 – Die meisten Online-Händler müssen sich dem Risiko von Zahlungsausfällen stellen. Durch den Distanzvertriebskanal findet kein direkter Austausch zwischen Händler und Käufer statt. Das heißt Händler können die Identität ihrer Kunden nicht – wie beispielsweise im stationären Handel möglich – direkt bei der Kaufabwicklung prüfen. Die Studie „Der Internetzahlungsverkehr aus Sicht der Händler“ zeigt, dass vor allem kleinere Unternehmen häufig mit hohen Zahlungsausfällen zu kämpfen haben. Knapp 84 Prozent der Unternehmen mit 51 bis 250 Mitarbeitern und rund 70 Prozent der Unternehmen mit bis zu 50 Angestellten gaben an, niedrige Zahlungsausfälle von bis zu einem Prozent zu verzeichnen. Es ist auffällig, dass vor allem die kleineren Unternehmen häufiger mit falschen Adressangaben, der Nicht-Annahme der Ware bei Zahlung per Nachnahme oder mit nicht bezahlten Rechnungen trotz korrekter Lieferung konfrontiert sind. Knapp ein Viertel von ihnen gab an, Zahlungsausfälle von einem bis fünf Prozent zu verzeichnen. Einzelne Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern sehen sich sogar existenzbedrohenden Zahlungsausfällen von zehn bis zwanzig Prozent des Umsatzes ausgesetzt. Doch auch 5,6 Prozent der größeren Online-Händler haben Ausfälle von 5,1 bis 10 Prozent zu verzeichnen.

Beim Risikomanagement ist noch deutlich Luft nach oben
Die Tatsache, dass immer wieder auch hohe Zahlungsausfälle zur Tagesordnung der Online-Händler gehören, zeigt, dass gezieltes Risikomanagement in der Zahlungsabwicklung zum unerlässlichen Faktor wird. Laut Studie greifen große Unternehmen deutlich häufiger auf Instrumente zum Risikomanagement zurück als kleine und mittlere Online-Händler. Während kleine Unternehmen, wenn überhaupt sehr einfach zu integrierende Instrumente wie bspw. die Lieferung in bestimmten Fällen nur gegen Nachnahme/Vorkasse oder ein risikoabhängiges Angebot an Zahlungsverfahren einsetzen, nutzen größere Unternehmen auch komplexere Lösungen. Die Analyse der eingesetzten Maßnahmen nach Mitarbeiterzahl zeigt, dass kleine Unternehmen scheinbar häufig schlicht nicht über die notwendigen zeitlichen und personellen Ressourcen verfügen, um ein wirkungsvolles Risikomanagement-System zu integrieren. „Viele nützliche Instrumente werden aber sowohl von kleinen als auch von größeren Unternehmen noch nicht voll ausgeschöpft, obwohl sie leicht zu implementieren sind. Beispielsweise Betragslimits bei Neukundenbestellungen oder Adressprüfungen stellen für Händler keine großen Hürden dar und können Zahlungsausfälle deutlich minimieren“, bewertet Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln, die Ergebnisse.



Weitere Grafiken stellen wir gerne auf Anfrage zur Verfügung.

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Über die Studie

Die Studie „Internet-Zahlungsverkehr aus Sicht der Händler“ (IZH 6) basiert auf einer anonymen Online-Befragung von 619 Mitarbeitern von Unternehmen sowie Selbstständigen, die ihre Produkte über das Internet vertreiben. Im Fokus der Erhebung stehen Fragestellungen zur Verbreitung und Bedeutung einzelner Zahlungsverfahren sowie zu den Anforderungen und positiven wie negativen Erfahrungen mit den angebotenen Bezahlweisen. Die IZH 6 stellt ein gemeinschaftliches Projekt dar, an dem das ECC Handel, die Hochschule Aschaffenburg, die PaySys Consultancy GmbH und die fiveforces GmbH beteiligt sind. Außerdem wird das Projekt von den folgenden Institutionen unterstützt: Postbank P.O.S Transact GmbH, PayPal Deutschland GmbH, Wirecard AG, Skrill Holdings Ltd. (Moneybookers), Payment Network AG (Sofortüberweisung.de), EXPERCASH GmbH, InterCard AG.

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Christina Fingerhut
Referentin Öffentlichkeitsarbeit
Tel: 0221-943607-92
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